Zum Krummen Haus von Alt Karin

ein gutes Stück hinter dem Trubel der Ostseestrände, südlich von Kröpelin und Neubukow liegt in der hügeligen Idylle des baltischen Landrückens das Cariner Land. Hier herrscht noch erholsame Ruhe, es locken alte Kirchen und trutzige Gutshäuser zur Besichtigung. Dank der vielen Hügel gibt es bei einer Wanderung immer wieder herrliche Ausblicke in die Landschaft. Ein gute Gelegenheit für einen entspannten Spaziergang bietet die Umgebung von Alt Karin. Ich starte an der sehenswerten Kirche, einem frühgotischen Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Entlang der Dorfstraße verlasse ich Alt Karin Richtung Goldberg. Am Ortsausgang biege ich links auf den Feldweg ein, welcher mich hinauf auf den waldbestandenen Hügel führt. Der Weg umrundet die Hügelkuppe und bietet so Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Ich genieße das Spiel von Wolken und Sonne. Von der Hügelkuppe sieht man schon von weitem die sonnigen Abschnitte herankommen, wenn die Schönwetterwolken mal die Sonne verdecken. Schatten und Licht wandern über das hügelige Cariner Land, während in den Aufwinden ein roter Milan nach Beute schaut. Am Horizont erkenne ich den Höhenzug der Kühlung, dahinter liegt die Ostsee. Lange bleibe ich auf der Bank und schaue, schaue und schaue.

Alt Karin gehörte ab 1344 zum Besitz der Familie von Barnekow, danach wechseln die Besitzer. Heute betreibt die Familie von Storch hier ein landwirtschaftliches Gut.

Sehenswert ist neben der Kirche und dem Eiskeller auch das „Krumme Haus“ von Alt Karin. 1699 gab Karl Leonhard Müller von der Lühne den verputzten Fachwerkbau in Auftrag. Das sogenannte Holländerhaus beherbergte erst die Gutsherren, dann die Verwaltung des Gutes. Mit seinen gebogenen Seitenflügeln sieht es aus wie der Schädel eines angreifenden Stieres, kraftvoll und mächtig. Mein Weg führt direkt am Holländerhaus vorbei und von hier noch zum nahe gelegenen Badesee. Hier lasse ich noch ein wenig die Sonne an meine Haut, bevor es zurück zur Kirche geht.

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