Zu den Seetannen am Salzhaff bei Roggow

Eigentlich wollte ich nur nach einer Parkmöglichkeit am Salzhaff suchen, um im Frühjahr das Kajak bequem einsetzen zu können. Ganz unverhofft traf ich auf eine weitere Naturperle in unserem schönen Mecklenburg-Vorpommern. Von Rerik aus fuhr ich südwärts nach Roggow. In Roggow bog ich nach Gefühl rechts ab, um an das Ufer zu gelangen. Der Weg Achter Öwer entpuppte sich als die perfekte Wahl. Zwar war er ziemlich zerfahren, mit wassergefüllten Schlaglöchern übersät, aber er führte direkt an das Salzhaff. Gerade verdunkelte eine Wolkenwand den Himmel über Ostsee und Salzhaff, doch an ihren Rändern war etwas Sonnenschein zu erkennen. Eine steife Briese aus Nordwest trieb einen Regen- und Schneeschauer heran, den ich bequem im Auto mit Blick auf das bewegte Salzhaff aussaß. Als die Sonnenstrahlen erst den weit entfernten Kirchturm von Rerik zum Leuchten brachten und wenig später auch das Salzhaff zum Glitzern, machte ich mich auf Erkundungstour, direkt am Ufer Richtung Süden. Vielleicht verbarg sich hier ja eine weitere Traumziel-MV-Tour. Vorbei an der Seekoppel überquerte ich zwei kleine Wasserläufe und gelangte zu den Seetannen. Neben dem Weg zeugten weiße Federn und der skelettierte Brustkorb eines Schwans von der erfolgreichen Jagd eines Seeadlers. Tatsächlich tauchte der König der Lüfte am Himmel auf und versetzte die gründelnden Gänse auf dem Salzhaff in Angst und Schrecken. Ich folgte dem Weg am Ufer und genoss den Ausblick und die Natur um mich herum. Durch die Seetannen erreichte ich dann auf Feldwegen wieder Roggow und traf auf den Weg Achter Öwer. Diesem folgte ich zurück ans Ufer und wurde noch mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

Eine neue Traumziel-MV-Tour sowie eine schöne Kajak-Einsetzstelle auf einen Schlag entdeckt – zufrieden machte ich mich auf den Heimweg.

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