Wanderung um Flessenow

Flessenow liegt am nordöstlichen Ufer des Schweriner Sees. Der kleine, touristisch gut erschlossene Ort gehört zur Gemeinde Dobin am See. Nördlich von Flessenow, auf einer schmalen Landenge zwischen dem Schweriner See und der Döpe, einem unter Naturschutz stehenden Gewässer, lag einst die slawische Burg Dobin. Der Obotritenfürst Niklot hatte sie an dieser versteckten Stelle errichtet. Während des Wendenkreuzzuges im Jahre 1147 verschanzte er sich hinter den hohen Wällen und zwang die sächsischen Belageren in eine Patt-Situation. Die Burg konnte nicht erobert werden und die obotritische Reiterei griff aus den tiefen Wäldern der Umgebung immer wieder die Belagerer an. Am Ende ließen sich die Obotriten zum Schein taufen und die Kreuzfahrer zogen wieder ab. Schnell „vergaßen“ die Slawen das Taufritual und kehrten zu ihrer heidnischen Religion zurück.

Flessenow hieß 1241 noch Vlassenow, welches wohl aus dem altslawischen Wort Vlaga entstand und so viel wie „Feuchter Ort“ bedeutet. Neben dem Schweriner See und der Döpe finden sich noch andere kleinere Seen in der Umgebung, wie der Lange See und der Neuschlagsdorfer See. Die Wanderung um Flesenow führt von der Badestelle im Ort südwärts über den Campingplatz und biegt dann nach Osten ab nach Alt Schlagsdorf am Neuschlagsdorfer See (verwirrend, denn Neu Schlagsdorf liegt viel weiter vom See entfernt als Alt Schlagsdorf, also warum heißt der See nicht Alt Schlagsdorfer See??). Von der kleinen Badestelle geht es weiter im Bogen über die „Hühnerfarm“ zum Langen See und weiter zurück nach Flessenow. Neben den beiden kleinen Seen mit ihren Rastplätzen kann man auf der Strecke herrliche Alleen der alten Landwege bewundern. Die Badewiese lockt am Ende zu einem erfrischenden Abschluss dieser Wanderung, zu einem Sprung in den Schweriner See.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.