Vom Salzhaff zur Insel Poel

Schon lange habe ich mich auf diese Kajaktour gefreut, welche mich aus dem Salzhaff heraus vorbei an der Vogelschutzinsel Langenwerder bis zum Strand bei Gollwitz (Insel Poel) führen würde. Heute herrschten endlich die richtigen Windverhältnisse von 3 Bft, welche zum Abend hin auf 2 Bft absinken sollten. Der Parkplatz nahe Boiensdorf war schon gut mit Wohnmobilen besetzt, das lange Herrentags-Wochenende hatte viele Urlauber angelockt.

Ich zog das Kajak ins Wasser und paddelte bei herrlichem Sonnenschein los. Bald war ich im Flachwasserbereich des Boiensdorfer Werders. Das Wasser war glasklar und funkelte. So stelle ich mir die Lagunen der Südsee vor, auch ohne die türkise Färbung. An der Fahrrinne, weit vom Land entfernt, standen Angler bis zu den Hüften im Haff. Dahinter ragte Kap Kirchmesse, die südliche Spitze der Halbinsel Wustrow aus dem Wasser. Die Wellen, welche von der offenen Ostsee kamen, waren dank 3 Bft gut auszuhalten. Trotzdem hatte ich zur Vorsicht den Spritzschutz über die lange Einstigesöffnung meines Pungos 120 gezogen. Schließlich waren im Fahrwasser schnelle Motorboote unterwegs, welche gerne mal für mehr Wellenschlag sorgten. Vorbei an Kieler Ort, der sichelförmigen Sandbank, welche das Salzhaff von der Ostsee trennt, richtete ich meinen Bug auf die Insel Langenwerder aus. Steuerbords lag nun die offene See, doch hell leuchtendes Wasser voraus kündigte schon die große Sandbank vor Langenwerder an. Ich hielt genügend Abstand zum NSG und paddelte auf dem Flachwasser bald in die schmale Wasserstraße zwischen Langenwerder und Poel hinein. Der Wind hatte nachgelassen, ich nahm den Spritzschutz wieder ab und verstaute ihn im Bug. Staunend sah ich, wie weit vor mir Menschen auf dem Wasser schritten. Es klingt sicherlich komisch, aber im Flimmern des Sonnenlichtes sah es tatsächlich so aus. Bei näherem Anblick stellte ich fest, das reger Fußgängerverkehr zwischen der Insel Poel und einer Langenwerder vorgelagerten Sandbank herrschte. Das Wasser wurde derart flach, das ich mein Kajak treideln musste. Ich zog es bis zur Spitze der Sandbank, hinter welcher die offene See lag.

Nach einer kurzen Rast kehrte ich zurück, um durch die Zaufe zum Festland zu paddeln. Vorbei an malerischen Fischerboote überquerte ich die Zaufe und paddelte parallel zum Ufer ab Höhe Stove durch die Große Wiek. Hier sind die Ufer eher steinig und überwiegend schilfig. Nach einer weiteren Rast durchquerte ich die Große Wiek, um wieder in das Flachwasser vom Boiensdorfer Werder zu gelangen. Vorbei am Campinglatz umrundete ich den Werder und kehrte nach gut 5 Stunden zurück zum Parkplatz. Es war ein toller Törn, welcher auf jeden Fall wiederholt wird.

 

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