Unterwegs am Krakower See

Ein sonniger (meteorologischer) Frühlingstag lockte mich an das Ufer des Krakower Sees. An der Seepromenade des beschaulichen Luftkurortes startete ich Richtung Osten und wanderte vorbei an den Vereinsgebäuden der Krakower Wassersportler bis ich auf den Vierowweg traf. Dieser führt bald nah am Wasser entlang und dient als Zufahrtsweg zu den zauberhaften Bootshäusern, welche hier wie Perlen an einer Kette aneinander gereiht sind. Der Ausblick über den See bis hin zum Aussichtsturm auf dem Jörnberg sind wundervoll. Ein kleines Stück hinter dem letzten Bootshaus komme ich zur Franzosenbadestelle. Sie liegt besonders "beaubelle" und diente mir 2016 als Einsetzstelle für meine Kajakrunde über den Krakower See. Weiter folge ich dem Sandweg und gelange wenig später vorbei an einem reizvollen Hochufer zu einer Kreuzung. Ich biege nach links ab und mache einen Abstecher auf die Insel Schwerin. Vom Festland nur durch einen schmalen Wasserlauf getrennt, welchen eine Brücke überwindet, diente die Insel wohl zur Slawenzeit vor gut 1.000 Jahren als Standort für eine Tempelburg. Im slawischen bedeutet "Zwerin" so viel wie Tiergarten oder Pferdegehege. Den heidnischen Slawen waren unter anderem weiße Pferde heilig. Mit Hilfe eines weißen Hengstes befragten die alten Priester das Orakel, um Antworten auf den Verlauf eines Kriegszuges oder den Ernteertrag zu erhalten. Von etwa 400 Eichen, welche einst auf dem Schwerin standen, reckt nur noch eine ihre Äste in die Höhe. Nach einem Abstecher zur Badestelle verlasse ich die Insel wieder und wandere weiter über den Großen Pilz und vorbei am Findlingsgarten. Bald gelange ich zurück in die Siedlung, folge dem Buchenweg ein Stück, bevor ich rechts zur Seepromenade abbiegen. Hier endet die knapp 6 km lange Rundtour.

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