Neuburg - Auf den mächtigen Wällen der alten Festung

Gute 7 Kilometer vom Ostseewasser der Wismarbucht entfernt ragen, inzwischen von Bäumen bedeckt, die mächtigen Wälle einer ehemaligen Höhenburg in den mecklenburgischen Himmel.

Die neue Burg gab der Siedlung ihren Namen – Neuburg. Ob die mächtige Höhenfestung damals die nahe gelegene große Burg Ilow, ersetzen sollte, ist nicht bewiesen, aber möglich.

Während des Eroberungskrieges im Jahre 1160 zog der Heerbann des Sachsenherzogs Heinrich des Löwen durch die Region. Der hier herrschende slawische Obotritenfürst Niklot zog sich zurück und setzte seine Hauptburgen in Brand, damit der Löwe sie nicht gegen ihn einsetzen konnte. Dabei zerstörte Niklot auch Ilow. Die Festung wurde von den Eroberern wieder aufgebaut und von den Slawen unter Niklots Sohn Pribislaw wieder zurückerobert und erneut abgebrannt.

Um 1219 entstand dann wohl die neue Burg, nur 3 Kilometer westlich von Ilow. Hinter einem Vorwall ragten 3 Schutzwälle in die Höhe, gekrönt von einem 30 Meter hohen Burgplateau.

Die Wälle sind heute noch beeindruckend. Ich klettere die Treppen am Sportplatz empor und komme zwischen den Verteidungungswällen an den eigentlichen Einstieg. Höher und höher bringen mich die Stufen. Als Angreifer wäre ich hier von drei Seiten unter Beschuss geraten, tödliche Pfeilhagel von den hochgelegenen Palisaden begrüßten jeden, der mit unlauteren Absichten kam.

Das Hochplateau ist riesig. Heute stehen hier Bauten einer Freilichtbühne und hölzerne Rastplätze.

Vor vielen hundert Jahren wäre ich zwischen den Holzhütten der Bewohner entlang geschlendert.

Wären die Bäume nicht, würde mein Blick wohl bis zur Wismarbucht reichen.

Neuburg gehört zu den größten Burgwällen in Mecklenburg und soll zu germanischer Zeit Thingplatz gewesen sein.

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