Bei der Wasserburg-Ruine Stuer

In alten Quellen las ich, dass der Plauer See bis weit ins Mittelalter "Sturer See" genannt wurde. Dies weist wohl auf die damalige Bedeutung der Siedlung Stuer hin, welche 1178 erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Der heute überschaubare Ort mit sehenswerter Fachwerkkirche aus dem 17. Jahrhundert ist von verschiedenen kleineren Sateliten-Siedlungen umgeben - Bad Stuer, Neu Stuer und Stuer Vorwerk. Bei Stuer Vorwerk liegt, am Ufer des heutigen kleinen Stuerschen Sees, die sehenswerte Ruine einer alten Wasserburg. In ihrer Glanzzeit muss die Anlage beeindruckend gewesen sein. Von Wasser sowie Doppelwällen umgeben und damit schwer für Angreifer erreichbar, ragte der backsteinere Burgfried über die Niederung. Massive Mauern mit kleinen Türmen schützten ab Ende des 13. Jahrhunderts bis 1660 den Familiensitz derer von Flotow. Nach mehreren Bränden wurde die Burg aufgeben. Auf dem Gut saßen die von Flotow bis 1945.

Ein "Burgweg" führt um die Ruine. Von ihm aus habe ich einen ganz guten Blick auf die Reste von Burgfried, Mauersegmenten und Kellerfundamenten. Auf dem nördlich gelegenen Plateau befand sich einst die Vorburg, mit der Hauptburg verbunden durch eine Hubbrücke. Leider scheint die Ruine dem Verfall preisgegeben. Man sollte den Pfad nicht verlassen, denn die Gefahr herabstürzenden Steine besteht. Am Ufer des Sees verfällt eine hölzerne Aussichtskanzel. Von hier kann ich Kormorane und Schwäne beobachten. Enten schnattern am Himmel entlang, sie scheinen aus allen Richtungen zu kommen. Später sehe ich sie auf den Feldern "grasen".

Nach der Erkundung der Wasserburg-Ruine bewege ich mich weiter Richtung Rogeez, doch dazu später mehr.

 

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