Auf Wasserwegen um Bützows historische Altstadt

Bützow ist eine Kleinstadt in Mecklenburg mit alter Geschichte. Lange bevor im Terra Butissowe 1171 die slawische Burg castrum Butissowe erwähnt wurde, siedelten hier die slawischen Obotriten. Sie nutzten die geschützte Lage zwischen dem Bützower See und der Warnow. Nach der Eroberung der slawischen Gebiete wurde Bützow schnell bischöfliche Residenz. Alte Zeitzeugen sind heute noch der verbliebene Schlossflügel, die Stiftskirche, das Krumme Haus und das Rathaus mit dem Gänsebrunnen. Man kann die historische Altstadt auf einem Spaziergang erkunden oder mit Kanu oder Kajak auf dem Wasserweg umrunden. Letzteres lockte uns am Sonntag an das Ufer des Bützower Sees, wo wir auf dem Gelände des Kanuclubs Bützow 52 e.V. unsere Kajaks und ein Kanu des Clubs zu Wasser ließen. Mit entspannendem Rückenwind begannen wir die Runde im Uhrzeigersinn und fanden bald am nordöstlichen Ufer neben den Fischreusen den Verbindungskanal zur Warnow. Außer dem Fischer, welcher hier seine Netze kontrollierte, war kein anderes Boot auf dem Wasser. Bald erreichten wir die Warnow und bogen rechts Richtung Bützow ab. Nun kam der Wind von vorne und das Paddeln verlangte mehr Kraft. Vorbei an Schilfgürteln und Wiesen hielten wir Kurs und sahen schon bald den Turm der Stiftskirche aufragen, wenig später kamen auch die alten Speichergebäude am Hafen in Sicht. Wir passierten die kleinen Bootshäuser, welche noch halbwegs im Winterschlaf lagen. Am Wehr hinter der Straßenbrücke nutzen wir die Schlepprollen auf der geneigten Ebene, um die Boote umzusetzen. Das nahe Eiscafé wurde natürlich auch noch einige Kugeln los und so konnten wir frisch gestärkt die zweite Hälfte der Runde unter die Kiele nehmen. Ein schmaler Kanal brachte uns wieder zwischen beschaulichen Wochenendhäusern dem Bützower See näher. Hier nahm die Strömung zu, der Wasserlauf verengte sich und schon von weitem sahen wir, dass wir uns einer Wasserzunge näherten. Guten Mutes hielten wir auf die Mitte der Zunge zu und passierten die Engstelle glücklich.

Hinter der Zunge begann der Wasserlauf enge Kurven zu schlagen. Bei der anhaltenden Strömung bedurfte es einiger Konzentration, doch die Passage gelang ohne Not und schon waren wir wieder auf dem Bützower See. Rechts grüßten Schloss und Stiftskirche. Erneut erfassste uns der freundliche Rückwind und trieb uns fast ganz alleine zurück zum Kanuclub.

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