Auf der Warnow durch Fürst Niklots altes Reich

Fürst Niklot war der letzte große Slawenfürst der Obotriten in Mecklenburg. Er ist der Stammvater der mecklenburgischen Herzöge und wacht heute als Reiterstandbild über das Schweriner Schloss.

Über Jahre stand Niklot im Kampf gegen den Sachsenherzog Heinrich den Löwen, welcher auch im Jahre 1160 mit seinem Heerbann gegen die heidnischen Slawen zwischen Oder und Elbe zog. Niklot musste vor der Übermacht der Sachsen und ihrer Verbündeten weichen, steckte seine Burgen Mecklenburg, Dobin und Ilow in Brand und verschanzte sich dann in der Burg Werle, welche, umgeben von sumpfigen Gelände, am Ufer der Warnow südlich von Schwaan lag. In alten Quellen ist zu lesen, mit welcher List Heinrich der Löwe Niklot besiegte. Der Sachsenherzog wusste, dass der Slawenfürst ein großer Pferdenarr war. So ließ Heinrich eine Herde edler Pferde auf die Uferwiesen nahe der Burg Werle treiben, bewacht von als Hirten verkleideten Kriegern. Niklot konnte nicht widerstehen und griff mit dem Wunsch, sich die besten Pferde zu greifen, die vermeintlichen Hirten an. Da warfen die Waffenknechte Heinrichs ihre Tarnumhänge ab und es kam zum offenen Kampf. In diesem Kampf fiel Fürst Niklot. Sein Tod bedeutete den Beginn des Zusammenbruchs des obotritischen Widerstands.

Die Burgstelle der Werle-Burg ist heute noch zu besichtigen. Wälle und Palisaden allerdings sind verschwunden, von der Natur zurückerobert. Ein Findling mit der Inschrift „Burg Werle“ erinnert an die einst mächtige Festung am Warnowufer. Diese Festung konnte mit Schiffen angelaufen werden, direkt über die Mündung in die Ostsee.

Ein Stück des Wasserweges erkundeten wir mit den Kajaks. Dazu setzten wir an der Brücke in Schwaan ein und paddelten nach Süden.

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