Anpaddeln auf dem Salzhaff

Anfang März kann die Sonne schon leicht wärmen, wenn sie dann scheint. Seit ein paar Tagen wartete ich schon auf eine Gelegenheit zum Anpaddeln. Der Wetterbericht hatte für mein heutiges Ziel, dem Salzhaff bei Rerik, Sonnenschein vorausgesagt und auch meine Wetter-App war ab dem frühen Nachmittag derselben Meinung. Auf der Anfahrt wurden die Wolkenlücken immer größer und die Vorfreude wuchs. Über Neubukow gelangte ich nach Roggow. Hier führt ein Feldweg direkt ans Salzhaff. Je näher ich dem Wasser kam, desto mehr verschwand die Sonne. Am Wasser sah ich dann den Grund – dicker Seenebel waberte von der Ostsee über das Salzhaff. Der Reriker Kirchturm war kaum im Dunst zu erkennen, das Ufer der Halbinsel Wustrow verschwunden. Nebelfetzen wurden von der steifen Brise über den Strand gezerrt. Ich prüfte die Wetter-App und sah Sonnenschein über dem Salzhaff. Tatsächlich lag das Haff aber unter wallendem Seenebel.

Ich entschied mich, zu warten, und lud das Kajak schon eimal vom Dach. Der Seewind sorgte für kabbelige Wellen auf dem Haff. Nach einer halben Stunde im Windschutz des Fahrersitzes entschloss ich mich, trotz schwierigem Wetter, das Kajak ins kalte Wasser zu ziehen. Dabei halfen mir meine Watstiefel, welche bis hoch zur Hüfte reichten und am Hosengürtel befestigt werden.

Mehrere Schichten Kleidung hielten den Wind gut ab. Zur Sicherheit zog ich die Schwimmweste über. Das Sakzhaff ist extrem flach an vielen Uferbereichen. Ehe das Kajak richtig aufschwamm, war ich gute 20 Meter weit gewatet. Dann setze ich mich in Boot und paddelte, die Mütze tief ins Gesicht gezogen, Richtung Rerik los. Wustrows Ufer schälte sich langsam aus dem Nebel und plötzlich wurde die Sicht immer besser und die Sonne kämpfte sich durch den Dunst. Reriks Kirchturm kam nun immer näher und der Wind flaute ab. Vor Reriks Ufern aus drehte ich den Bug zurück in Richtung Süden, inzwischen war es nach 16 Uhr und ich wollte noch zu den Tessmannsdorfer Tannen, bevor die Sonne unterging. Ihr Licht glitzerte nun auf dem Salzhaff, der Nebel war verschwunden. Hundet Meter vom Ufer entfernt erkannte ich im klaren Wasser den Boden unter mir. Kein anderes Boot war unterwegs und ich genoss die Ruhe der Natur. Gegen 17.30 Uhr legte ich bei den Seetannen an, entspannte meinen Rücken und stärkte mich. Die Tessmannsdorfer waren für heute zu weit entfernt. Diese Runde hob ich mir für später auf. Bevor ich nach Roggow zurückkehrte, machte ich noch einen Abstecher in die nahegelegene Mündung des Hellbaches. Doch ich fand den Zugang zum Bach nicht im völlig verschilften Mündungsgebiet. Die Sonne stand schon tief und tauchte das Salzhaff in eine magisches Licht, als ich das Kajak aus dem Wasser zog. Ich freue mich chon auf die nächste Tour, dann gleich in Richtung Süden.

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